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Primärbehandlung

Warum wird mein Zahn krank?

Zahn 2_3In den häufigsten Fällen erkrankt ein Zahn durch Kariesbakterien, aber auch Unfälle, zahnärztliche oder kieferorthopädische Behandlungen können die Ursache sein. Eine Entzündung bzw. Infektion im Inneren des Zahnes ist die Folge solcher Reize. Im Inneren eines Zahnes verzweigt sich ein Kanalsystem, in dem sich lebendes Gewebe (Pulpa) mit Nerven und Blutgefäßen befindet. Leider ist die Abwehrleistung dieses Gewebes sehr eingeschränkt, so dass der Körper es manchmal nicht schafft, die Reize ausreichend abzuwehren und die Erkrankung auszuheilen.

Früher gab es keine Rettung für solche Zähne. Da das Kanalsystem eines Zahnes oftmals sehr grazil und mit vielen Krümmungen versehen ist, gab es keine Behandlungsmöglichkeit, so dass der Zahn gezogen werden musste.

 

Was kann der Zahnarzt tun, damit ich meinen Zahn behalte?

Um einen entzündeten oder leblosen Zahn erhalten zu können, muss seine Wurzel behandelt werden. Die Bakterien im Zahn müssen entfernt und der Zahn so zu verschlossen werden, dass keine neuen Keime hinein gelangen können.

Behandeln mit Microskop-a

Da das Wurzelsystem des Zahns, ähnlich wie bei einem Baum, viele kleine Verästelungen (tlw. bis zu 0,06 mm!) aufweist, können diese nur unter dem Mikroskop sichtbar gemacht werden. Diese Technik und entsprechend flexible und mikrofeine Instrumente erlauben eine optimale Vorbereitung zur Entfernung der Bakterien und des erkrankten Gewebes – und somit auch  einen größeren Behandlungserfolg. Anschließend werden mit einer Spüllösung die Reste entfernt. Als abschließende Vorbereitung zur Füllung des Wurzelkanalsystems werden die Wurzelkanäle mit hochelastischen Mikrofeilen aufbereitet. Für das Abfüllen des Kanalsystems wird das mit Naturgummi verwandte Material Guttapercha erwärmt und in Kombination mit einem adhäsiven Zement in das nun optimal vorbereitete System eingebracht.

 

1. KOFFERDAM

Zunächst wird der Zahn mit einem Gummituch (Kofferdam) vom Mundraum isoliert. Damit wird zum einen verhindert, dass Bakterien aus dem Speichel in den Zahn gelangen können, zum anderen wird sicher verhindert, dass Spülflüssigkeiten in den Rachen gelangen.

 

2. ZUGANG

Blick durch OP-…skop2 Kop KDer Zahnarzt verschafft sich einen Zugang zum Kanalsystem, um die äußerst feinen Kanalstrukturen zu betrachten. Dabei muss er sehr vorsichtig vorgehen, um den Zahn nicht unnötig zu schwächen. Vergrößerungssysteme (wie z. B. Lupenbrille oder Mikroskop) sind hier oft unumgängliche Hilfen, um auch kleinste Details sicher zu erkennen und substanz- schonend behandeln zu können.

 

3. WURZELKANALAUFBEREITUNG

Zahn 3_3Im weiteren Verlauf reinigt der Zahnarzt die Kanäle mit feinen Instrumenten und desinfizierenden Spülungen. Wichtig ist vor allem, die Kanäle auf voller Länge zu reinigen. Dafür ist die Anfertigung von Röntgenbildern notwendig. Zusätzlich kann die Kanallänge auch elektrometrisch sehr genau bestimmt werden. Manchmal sind mehrere Sitzungen für medikamentöse Einlagen notwendig, um den Zahn von Bakterien zu befreien.

 

4. WURZELKANALFÜLLUNG

Zahn 4_3Nachdem die Kanäle gründlich gereinigt worden sind, füllt der Zahnarzt das Kanalsystem mit Guttapercha, einem biokompatiblen Naturmaterial. Dadurch wird verhindert, dass Bakterien das Kanalsystem wieder besiedeln und infizieren können. Der Zugang durch die Zahnkrone wird mit einem Füllungsmaterial dicht verschlossen.